Motoryachtverband Berlin e.V.

Hier organisieren sich Berliner Motorwassersportvereine

Aktion „Stoppt die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und den Verlust von Wasserflächen“

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Liebe Mitglieder, liebe Wassersportler,

die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung  geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung führt nach Auffassung des Motoryachtverbandes Berlin e.V. und des DMYV e.V. zu tiefgreifenden Folgen für die ehrenamtlich geführten Wassersportvereine. Deshalb hat der Deutsche Motoryachtverband e.V. zusammen  mit den angeschlossenen Landesverbänden die Aktion „Stoppt die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und den Verlust von Wasserflächen“ ins Leben gerufen.

MVB Abfahren 2011Nähere Informationen zu der Aktion findet man auf der Internetseite des Deutschen Motoryachtverbandes e.V.. Dort kann man sich auch ein Faxformular zur Unterstützung der Aktion herunterladen und an die Bundeskanzlerin faxen.

Der Motoryachtverband Berlin e.V. hat bereits die bisherigen Bezirksbürgermeister und zuständigen Bezirksstadträte im Hinblick auf die Reform sensibilisiert. Teilweise waren dort die Reformpläne und die enormen Auswirkungen gar nicht bekannt.

Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung beinhaltet eine neue Klassifizierung der Gewässer, die auf einer Prognose für den Güterverkehr 2005 beruht.  Demnach sollen nur noch die Wasserstraßen ausgebaut werden, die laut Prognose die zukünftig größten Tonnagen zu erwarten haben. Gewässer, die hauptsächlich touristisch und sportlich genutzt werden, fallen in letzter Konsequenz dem Sparstift zum Opfer. Diesen Gewässern könnte sodann als sogenanntes „Restgewässer“ die Entwidmung drohen. Die Vereine an den ausgewiesenen Restwasserstraßen sind in ihrer Existenz bedroht, da ihnen somit die Grundlage für die Ausübung ihres Sports genommen wird.

Letztendlich sind durch die geplante Reform alle Wassersportler betroffen.

Mit wassersportlichen Grüßen
Plöger, Präsidentin

2 Kommentare

  1. Hern Intemann muß entgegengehalten werden, daß die Wasserstraßen nicht extra für einen „mauskleinen“ Club unterhalten werden, sondern für die Allgemeinheit im öffentlichen Interesse.
    Wir erleben täglich, wie gesunder Menschenverstand bei der Politik außen vor bleibt, s. überdimensionierter Ausbau der Wasserstraßen, Steuerermäßigung für Hotels, Betreuungsgeld und neuerdings die Absenkung des Baustandards für Kindertagesstätten!
    Deshalb ist diese geplante Reform mit allen möglichen Mitteln zu bekämpfen.

  2. Die Ausführungen und Argumente haben nur e i n e Tendenz. Die Anforderungen an die Umweltressorcen sind aber erheblich vielseitiger, als nur die Ihrigen. Wie ich hier lese, geht es ausschließlich um die gesicherte Sportausübung eines winzig kleinen Bürgeranteils. Wären die Auswirkungen des motorisierten Wassersports auf (mehr oder weniger naturnahe) Flüsse dementsprechend ebenfalls winzig, wäre weniger gegen Ihre Argumente einzuwenden. Z.B. wenig gegen die Nutzung der naturfernen Mittel-Weser. Schon dem Steuerzahler kann man nicht zumuten, nur für diesen mausekleinen Club (und nur für einige Monate pro Jahr) eine ganze Wasserstrasse -wie die Aller- als verkehrsfähig laufend zu unterhalten!!?? Die Wehre, Buhnen und die Versteinung der vormals hochgradig ökologisch wertvollen Ufer sind nur ein Beispiel von vielen schweren Nachteilen für dieses potenzial reaktivierwürdige Flußsystem. Die behauptete Wertschöpfung aus Ihrer Nutzung ist ein Winzling im Vergleich zu den volkswirtschaftlichen Schäden und Nachteilen. Ich denke, dass Ihre Darstellungen und Forderungen in der Öffentlichkeit seriöser und glaubwürdiger ankommen würden, wenn Ihr Verband etwas mehr die Gesamtsicht und die Wünsche der Allgemeinheit im Auge behielt.

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