Motoryachtverband Berlin e.V.

Hier organisieren sich Berliner Motorwassersportvereine

Wer wird Berliner Meister?

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Es ist Wochenende. Und wieder ist die Jugendmannschaft frühzeitig aus den Federn gekrabbelt um sich im fairen Wettkampf zur Berliner Meisterschaft im Geschicklichkeitsslalom mit motorisierten Schlauchbooten, kurz Motorbootslalom, zu messen.

Pünktlich 8h stehen alle Kids und Jugendlichen von 6 bis 27 Jahren der Berliner Motorbootjugend zum checkin bereit. Es wird gewogen, die Startnummern verteilt, die Boote zu Wasser gelassen und zuvor aufgetankt. Der Regattaleiter teilt den Wettkampfrichtern ihre Plätze zu und erklärt die Wettkampfregeln. Die Wettkampfrichter legen ihre Boote vor Anker, um die beste Position für die Bojenbeobachtung einzunehmen. Beim Einlass zum Startplatz stehen bereits die ersten Starter und werden kontrolliert, ob die Rettungswesten und die Starnummern richtig sitzen. Die „Kielmäuse“ gehen zu ihren Booten, weil in den kleinen Klassen ein erfahrener Pilot zur Sicherheit für die Fahrer im Boot sein muss. Die Reihenfolge der startenden Boote steht fest und die Start- und Zielflagge wird bereit gelegt. Alle Wettkampfrichter sind mit Funkgeräten und Formularen ausgestattet, auf denen die Namen der Starter je Klasse und ihre Startnummern versehen sind, und gehen auf Position. Start- und Zielwettkampfrichter überprüfen die Funktion ihrer Stoppuhren. Alles ist mit großer Routine vorbereitet – der Wettkampf kann beginnen!

Und schon hebt der erste Starter pflichtgemäß seine Hand in die Höhe und signalisiert dem Start, dass er startbereit ist. Die gelbe Flagge wird geschwenkt und sicher manövriert sich der Pilot durch die Bojenpaare des Parcours, äußerst konzentriert, damit er sich keine Strafpunkte beim Berühren der Bojen einheimst. Gekonnt durch sein wöchentliches Training ist er bereits am letzten Bojenpaar, dem Rückwärtstor. Dies gilt es im Rückwärtsgang komplett zu passieren und schon geht es wieder vorwärts durch die Bojenpaare in Richtung Zieltor. Geschafft! Erleichtert legt er vorschriftsmäßig sein Boot am Steg an und macht es mit dem ordentlichen Belegen der Klampe fest. Dann geht es zum Knotenpabst, der ihm alle fünf seemännischen Knoten abverlangt. Auch dafür bekommt er Punkte.

So durchfahren die Piloten Runde für Runde ihrer Bootsklasse entsprechend die unterschiedlichen und nach Schwierigkeitsgraden festgelegten Parcoursstrecken. Jeder hat drei Läufe zu absolvieren, wobei der schlechteste Lauf gestrichen wird – die beiden besten Läufe kommen in die Wertung.

Mit bangen Gesichtern und roten Wangen stehen die Wettkämpfer vor dem Aushang der Punktewertung je Lauf und diskutieren, warum sie da eine Boje berührt hatten oder warum die Schikane nicht so richtig klappte. Die Aufregung, wie der letzte Lauf wohl gebracht hat, welcher nicht veröffentlicht wird, um die Spannung nach zu steigern, ist hörbar.

Die Mittagspause wird pünktlich eingehalten und zwischen den Läufen betätigen sich die Kids und Jugendlichen sportlich. Sie spielen Tischtennis oder Fußball oder machen sonstige Spiele. Alles läuft kameradschaftlich fair und ohne Zwischenfälle ab. Der Regattaleiter gibt zufrieden bekannt, dass es auch keine Proteste gab. Bis zur Siegerehrung geben die Wettkampfteilnehmer noch ihr Votum ab, wer und warum für den Fair-Race-Pokal nominiert werden soll. Im Regattabüro werden von den Jugendausschussmitgliedern fleißig die Urkunden vorbereitet und die Plätze gemäß den Richtlinien ausgewertet.

Langsam neigt sich der Wettkampftag seinem Ende entgegen und im Regattabüro wird emsig gearbeitet, damit die Siegerehrung noch vor Einbruch der Dunkelheit stattfinden kann. Auch die Pokale warten bereits in ihrer Pracht, aufgereiht nach Klassen und Plätzen, auf ihre Empfänger.

Endlich! der Landesjugendleiter, der Regattaleiter und die Jugendausschussmitglieder kommen mit einem Arm voller Listen und Urkunden in Richtung Siegerehrungsplatz. Die Luft knistert vor Spannung, wer wohl welchen Platz eingefahren hat und der Jubel für jeden einzelnen Teilnehmer, ob mit oder ohne Pokalgewinn ist riesig. Jeder freut sich für Jeden, Jeder gratuliert Jedem und die Dankesreden der Funktionäre sind bewusst kurz und inhaltlich des Dankes voll für alle Teilnehmer und Helfer. Die Wettkämpfer zeigten von der ersten bis zur letzten Minute ein sportlich faires Rennen und die ehrenamtlichen Helfer überzeugten durch ihre Tatkraft.

Herzlichen Dank an alle für alle Leistungen dieses Wettkampftages! In zwei Wochen heißt es dann für die drei Erstplatzierten jeder Klasse wie auch für die Fahrer, welche sich im Nationalkader bereits qualifizierten „auf in den Kampf zur Deutschen Meisterschaft“.

Wir drücken die Daumen und sagen toi, toi toi !!!

Berliner Meisterschaft im Schlauchbootslalom

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